Tagungshotel Schloss Raesfeld
Machbarkeitsstudie für ein Hotel an der Schlossanlage, Raesfeld
Wie kann ein Neubau neben einem Renaissance-Schloss bestehen? Unsere Machbarkeitsstudie für ein Tagungshotel mit 40 Zimmern und Seminarräumen in Raesfeld.
Ein Schloss mit wechselvoller Geschichte
Die Geschichte von Schloss Raesfeld reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Im 17. Jahrhundert ließ Reichsgraf Alexander II. von Velen die Burg zum Residenzschloss im Stil der Renaissance ausbauen. Nach dem Aussterben der Familie verfiel die Anlage, Teile wurden abgerissen oder landwirtschaftlich genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg restaurierten die Handwerkskammern des Landes Nordrhein-Westfalen die erhaltenen Gebäude. Heute ist das Schloss Sitz ihrer Fort- und Weiterbildungseinrichtung und wird für Kulturveranstaltungen und als Restaurant genutzt.
Ein Hotel für das Schloss
Ziel der Machbarkeitsstudie war es, das Profil der Anlage weiter zu stärken. Neben Gastronomie, Geschäften und Veranstaltungen sollte ein neuer Hotelstandort das Potenzial des Schlosses ausbauen, vor allem für die Fort- und Weiterbildungseinrichtung der Handwerkskammern.
Der Baukörper ist klar gegliedert. Das untere Geschoss ist in das Gelände versenkt, sodass das dreigeschossige Gebäude von Weitem nur zweigeschossig wirkt. Eine Glasfuge macht es leicht, besonders abends mit Akzentbeleuchtung. In den beiden oberen Geschossen liegen 40 Hotelzimmer, im Untergeschoss Schulungs- und Seminarräume. Auf einen eigenen Frühstücks- und Speiseraum haben wir bewusst verzichtet, damit die Gäste die Gastronomie rund um das Schloss nutzen.
Neben dem Alten bestehen
Das Gebäude nimmt die Ausrichtung der Hauptburg auf. Seine klare Sprache setzt sich bewusst vom Renaissanceschloss ab, über Material und Farbe finden alte und neue Bauten trotzdem zusammen. Planen in historischem Kontext heißt für uns: sich dem Bestehenden unterordnen und trotzdem eine Architektur finden, die eine selbstverständliche Koexistenz von Alt und Neu ermöglicht.